rupp-artRUPP

Friedbert Rupp

geb. 1953, Süddeutschland · lebt & arbeitet in Berlin

Friedbert Rupp wurde 1953 in Süddeutschland geboren. Er lebt und arbeitet in Berlin.

Seit den frühen 1980er-Jahren entwickelt Rupp eine Formensprache, die sich dem Gefundenen und Vergessenen widmet: Balken aus abgerissenen Dachstühlen, Glasscherben aus Abrissen, verwittertes Holz, das einmal Wände oder Böden trug. Diese Materialien trägt er zusammen, schichtet, fügt und vergoldet — nicht um sie zu verschönern, sondern um ihrem verborgenen Gewicht Ausdruck zu geben.

Wiederkehrende Motive in seinem Werk sind das Auge, der Baum und die Maske. Das Auge steht für die unausweichliche Gegenseitigkeit des Blicks — das Werk sieht zurück. Der Baum verbindet Erde und Licht, Wurzel und Krone, Vergängnis und Bestand. Die Maske trennt und enthüllt zugleich: Sie verbirgt das Individuelle und macht das Archetypische sichtbar.

Blattgold, das älteste und beständigste Oberflächenmaterial der Bildenden Kunst, erscheint bei Rupp nicht als Zeichen von Reichtum, sondern als Verwandlung: Das Rohe wird sakral, das Alltägliche wird bedeutsam, das Verfallende wird in einen anderen Zustand überführt.

Rupps Arbeiten befinden sich in privaten Sammlungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Kontakt